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Liederabend in der Bleidenbergkirche - 100 Jahre Hildegard Knef

Mondän, verrucht, geistreich: So fiel die Knef aus der Rolle. Sie war kein braves Hildchen und kein Mädel für den Heimatfilm. Sie wurde von der Schauspielerin zur Sängerin, von der Sängerin zur Schriftstellerin. Hildegard Knef folgte ihren Begabungen und machte vor, dass es auch in der Nachkriegszeit wichtigere weibliche Lebensfragen geben sollte als: Was soll ich anziehen? Was soll ich kochen?Inspiriert durch die poetisch-provokanten Lieder hat Christiane Florin zum 100. Geburtstag eine Hommage an die Knef geschrieben. Sie singt einige ihrer Chansons und erzählt aus ihrem Leben: von ihren Anfängen in der NS-Zeit und dem Skandal um die „Sünderin“, von ihren Triumphen und ihren Misserfolgen, von den roten Rosen und dem Stachel wider das Patriarchat. Sie erzählt von einer freien Frau, die in der biederen Bundesrepublik mit Esprit und Mut provozierte Der Erlös geht als Spende an die Beratungsstelle Leuchtzeichen des Vereins Umsteuern! Robin Sisterhood e.V. (Köln)

für Betroffene von sexualisierter Gewalt im kirchlichen

Kontext.

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Das verhexte Schloss am "Buchhöllerkopf"



5. Das verhexte Schloss am „Buchhöllerkopf“

Zwischen Oberfell und Pfaffenheck, wo jetzt der Aussichtssturm am „Buchhöllerkopf“ steht, hat vor langer Zeit ein königliches Schloss gestanden. Von dem die Geschichte nicht bekannt war. Man weiß noch, dass der letzte Besitzer des Schlosses reich war und im Überfluss lebte. Um sich alle seine Wünsche zu erfüllen, bildete er einen Pakt mit dem Bösen. Nachdem das Böse ihm sehr lange gedient hatte, kam es zu einem Streit, worauf der Teufel den König töten wollte. Da die Lebenszeit des Königs noch nicht abgelaufen war, hatte der Teufel in diesem Augenblick das Schloss unsichtbar gemacht, um alle seine Bewohner in die Hölle zu stoßen. Dabei verlor er seine ganze Macht und schaffte es nicht bis zur Hölle. Das Alte Schloss blieb aber unsichtbar. Alle hundert Jahre erscheint es in einer Vollmondnacht. Zuletzt wurde das Schloss von einem Oberfeller gesehen. Als er von Mainz nach Oberfell zurückkehren wollte, erreichte er gegen zwölf Uhr nachts den „Buchhöllerkopf“, als es gerade Vollmond war. Plötzlich verschwand der Weg, auf dem er ging. Er sah eine andere Welt. Vor ihm war ein riesiges und schönes Schloss. Der Mann blieb wie versteinert stehen. Als ihm aber die Geschichte des verhexten Schlosses einfiel, rannte er erschrocken davon. Dem Mann fiel nicht mehr der Weg ein und er irrte zwei Stunden voller Angst herum. In der Ferne hörte der Oberfeller ein lautes Klopfen und folgte dem Geräusch. Glücklich erreichte er seinen Heimatort Oberfell. Am nächsten Morgen ging er mit vielen Leuten zur Buchhöll zurück, aber sie fanden nichts. Nur an einer Stelle, die etwas hügelig war, wehte ihnen ein starker, unangenehmer Geruch entgegen.

Wappen von Oberfell

Weinkönigin Athina I.