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Gemeinderatssitzung

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Der Schatz auf dem Bleidenberg

7. Der Schatz auf dem Bleidenberg

Auf dem Bleidenberg bei Oberfell liegt schon seit langer Zeit ein reicher Schatz vergraben. Von ihm weiß man nur, dass ein verwünschtes junges Mädchen ihn bewachen muss. Als im dreißigjährigen Krieg viele Soldaten im Dorf lagen, gingen zwei Soldaten abends auf den Dickenberg, um dort den schönen Ausblick aufs Maifeld zu genießen. Gegen Mitternacht kehrten sie in ihr Quartier zurück. Ihr Weg führte sie über den Bleidenberg. Als sie dort ankamen, sahen sie plötzlich ein weibliches Gespenst vor sich stehen. Sie waren sehr erschrocken und wollten zuerst weg laufen. Aber das Mädchen rief einen Soldaten beim Namen. Er traute sich und fragte sie: „Was tust du hier?“ Worauf sie antwortete: „Ich bewache einen Schatz! Du kannst ihn behalten wenn du mich erlöst!“ Er solle morgen Nacht zur gleichen Uhrzeit wiederkommen, aber alleine, sagte sie ihm. Danach verschwand sie. Aber der Soldat fürchtete sich und kam in der nächsten Nacht nicht wieder. Kurze Zeit später wurde ein Oberfeller Bürger auf die gleiche Weise von dem Mädchen angesprochen. Dieser versprach wiederzukommen. Er hielt sein Versprechen. Das Mädchen sagte zu ihm: „Fang da an zu hacken!“. Er aber erwiderte ihr: „Hacke du selbst!“ Sie tat dies und hackte in der Erde ein glänzendes Schloss los. Dies gehörte zu einer Kellertür, die sich von selbst öffnete. Der Mann ging hinein und sah ganz viel Gold und Silber. Er packte alle seine Taschen voll. Das Mädchen rief ihm zu: „Vergiss das Beste nicht!“ Er meinte, er solle nur das Gold nehmen und das Silber liegen lassen, und so nahm er nur das Gold, ging wieder heraus und die Kellertür schlug hinter ihm zu. Da sprach seufzend das Mädchen: „Hättest du auch den Schlüssel mitgenommen, so wäre ich erlöst und du der reichste Mann der Welt!“ Mit diesen Worten verschwand sie. Das Schloss und die Kellertür hat man nie wieder gesehen. Das Mädchen aber geht noch oft um Mitternacht herum und seufzt und weint.

Wappen von Oberfell

Weinkönigin Anna

Zum "Nocheinmalschauen"

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